A. K. DSHIWELEGOW (1950) “ZANNI” Arlecchino, BRIGHELLA und PULCINELLA, diese drei berühmtesten DIENERMASKEN, besitzen eine ganze Reihe von Varianten, sodann gibt es Dienerfächer von geringerer Bedeutung, mit kurzlebigen Namen, die auch als die “kleinen Masken” bekannt sind. Schließlich erscheinen noch die NAMENLOSEN DIENER, zumeist einfach als ZANNI geführt. Beiden ZANNI ist jegliche Unterwürfigkeit fremd. Und selbst wenn sich beim zweiten ZANNI einmal etwas Ähnliches zeigen sollte; so ist das meistens nur eine entweder instinktiv naive oder ganz durchtriebene Tarnung. Die ZANNI liebedienern nicht. Sie haben ihren eigenen Stolz. Sie stecken zwar Schläge ein, aber innerlich ergeben sie sich nicht. Mario Apollinio hob diesen Umstand in seinem Buch “Die Geschichte des italienischen Theaters” hervor:”.... Diese weder ausgesprochen verschlagene noch völlig unbewußte Abwehr gibt der Karikatur auf den Herrn zwar einiges Gewicht, nimmt sich jedoch nicht die volle Freiheit der Satire heraus. Ein fröhliches Publikum ist stets ein junges Publikum, und die jungen Herren dulden nur dann, daß man sich über einen Herren lustig macht, wenn er alt ist. Und so geht das komische Paar des Dieners und der als geizig, pedantisch, brummig und als, um mit Horaz zu sprechen, >laudator temporis acti< (Der Lober der alten Zeit) charakterisierten alten Herren durch den Wechsel der sozialen Formen und zufälligen Gegebenheiten.
“Zanni”, aus “Masques et Buffons” von Maurice Sand (1860) >>>>>>>>>>>>
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